Dopag


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Jens Bölke an seinem Arbeitsplatz © Lüder
Jens Bölke vor dem CFK NORD © Lüder

Dopag Process Technologies

"Ich bin ein Kind des Netzwerks"


Immer wenn in Hamburg-Finkenwerder oder an einem anderen Airbus-Standort ein neuer Flieger die Produktionshallen verlässt, ist auch die Firma Dopag mit an Bord. Das hoch spezialisierte Unternehmen gehört zu den führenden Anbietern von Dosiertechnik und hat seit Anfang 2015 auch im Stader Forschungszentrum CFK NORD einen Standort.


Ob Abdichten, Befüllen, Kleben oder Beschichten - geht es um das präzise Dosieren und damit um effiziente Anwendungen, kommen Anlagen von Dopag zum Einsatz. "Im Grunde betrifft das alle fluiden Materialien", sagt Jens Bölke, der nicht nur im Forschungszentrum CFK NORD sozusagen der norddeutsche Stützpunkt des Unternehmens ist, sondern auch global die Märkte Luft- und Raumfahrt sowie Composites und Windkraft verantwortet. Seinen Stammsitz hat Dopag in Mannheim.


Zu finden ist das Know-how des Unternehmens in vielen Bereichen und Branchen. Beim Abdichten der Tragflächen etwa mit einer 2K-Dichtmasse setzt Airbus ebenso auf die Dosiertechnik von Dopag wie bei der Innenausstattung des A380, wenn am Ende Schrauben und Nieten im jeweiligen Farbton der Einbauteile manuell lackiert werden. Der hierfür notwendige 2K-Lack wird von einer Dopag-Dosieranlage auch in kleinsten Mengen bereitgestellt. Auch beim Vergießen von Verschraubungen oder Honigwaben bei Sandwichbauteilen setzen Luftfahrt-Zulieferer auf Dopag-Technologien.


Das Dopag sich im Norden für Stade entschieden hat, ist kein Zufall. "Wind, Aerospace und Composites - das sind drei große Bereiche in denen wir auch zu Hause sind", so Bölke. Das Dopag-Portfolio insgesamt umfasst deutlich mehr. Das CFK NORD aber ist für den Maschinenbauingenieur vor allem aus zwei Gründen ideal: Die Nähe zum Kunden aus der Windkraft- und Flugzeugbranche sowie das Netzwerk, das sich vor Ort bietet. Denn Bölke ist im Grunde im Forschungszentrum ein "alter Hase" und bezeichnet sich selbst als Kind des Netzwerks".  Als ehemaliger Mitarbeiter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfaht (DLR) kennt er das CFK NORD vom ersten Tag an und schätzt die vielen Vorteile, die sich aus dem Austausch mit anderen Forschern und Firmen ergeben. "Die Möglichkeiten, die sich etwa im Bereich Windkraft durch die vorhandenen Strukturen ergeben, sind enorm", meint Bölke. In gemeinsamen Projekten könnten beispielsweise neue Rotorblätter im Kundenauftrag entwickelt werden. Diesen Austausch mit anderen Unternehmen will er zukünftig noch verstärken und daher auch dem CFK Valley Stade beitreten, in dem über 100 Firmen organisiert sind, die im Bereich Composites arbeiten.


Neben Luft- und Windkraftbranche finden sich Lösungen von Dopag aber zum Beispiel auch im Fahrzeugbau. "Unsere Einkomponentensysteme etwa kommen in der Befestigungstechnik zum Einsatz", erklärt Bölke. Ein sehr komfortabel funktionierender Schalter für das Schiebedach beispielsweise lasse sich nur so leicht bedienen, weil hier zuvor eine präzise arbeitende Dosierungstechnik zum Einsatz gekommen sei. "Nur wenn entsprechende Befettungspunkte ganz exakt und in der richtigen Dosierung gesetzt werden, funktionieren viele Schaltvorrichtungen so, wie wir es erwarten", umschreibt Bölke die anspruchsvolle Aufgabe des Unternehmens. FÜr die Zukunft schließt Bölke nicht aus, dass Dopag sein Engagement in Stade noch weiter ausbaut. Das Interesse gerade auch bei Unternehmen aus der Windkraftbranche sei groß, ist Bölke optimistisch.